Kunden und ihre eigenen Geschichten

Hin und wieder überraschen uns Kunden mit ungewöhnlich ausführlichen Rückmeldungen, begeisterten Schilderungen Ihrer Erlebnisse, "geschliffenen" Artikeln oder sogar bebilderten Dokumentationen. Eine Auswahl möchten wir Ihnen hier präsentieren.

Wir bedanken uns herzlich bei den Verfassern für die enthaltenen Komplimente und die Erlaubnis zur Veröffentlichung. Viel Vergnügen beim Lesen!

  1. Die Kunst des Musikhörens
  2. Verstärker Vergleichstest Kenwood KA-8006 vs. Nakamichi PA7EII
  3. Laufwerk Classic Wood von Acoustic Solid
  4. Verstärker harman/kardon PM-655 - "einfach irre"
  5. Tonbandmaschine Revox A77 - Dampfmaschine für die Ohren?
  6. Ein Lob: Riemen für Braun CD2
  7. Sony Revision TA-E86 / TA-N86
  8. Besuch aus Grönland - "Schmuck für Männer"




01.12.2020

Die Kunst des Musikhörens

Wer einen sorgfältig revidierten Verstärker betreibt, überlässt in der Regel auch bei der Musikauswahl nichts dem Zufall. Hier ergab sich mit unserem Kunden ein so interessanter Briefwechsel (von unten nach oben), dass wir Ihnen diesen nicht vorenthalten möchten:


Sehr geehrter Herr Wittig,

Danke für Ihre Antwort!
Ich hatte schon Befürchtungen, unter Wahrnehmungsstörungen zu leiden. Danke auch für Ihre Hinweise auf klanglich gute Plattenlabels. Ich werde mir das Programm dieser Labels ansehen. Eine Frage des Alters ist die Aufnahmequalität auch nach meiner Erfahrung nicht unbedingt. Ich kenne sehr gute Aufnahmen aus den 80er Jahren und ganz schlimme neuere Veröffentlichungen, aber auch umgekehrt. Sie können mein Feedback gerne veröffentlichen, wenn kein Rückschluss auf meine Person möglich ist. Nochmals Danke und bleiben Sie gesund.

Mit freundlichen Grüßen, S.G.

P.S. Das hier z.B. ist eine m.E. sehr gute live Aufnahme, lohnt sich auch musikalisch, wenn man solche "echte" Musik mag:


Naked Raven: Live Girl  (CD beziehen und reinhören bei JPC)
  • Label: T3
  • Bestellnummer: 7748923
  • Erscheinungstermin: 1.3.2011
Aus der Produktinfo von JPC:
Abb. 1: "Echte" Musik...

Abb. 2: ...ist zeitlos - oder?
"In Zeiten, in denen auch die Musikbranche überwiegend nach dem Motto Höher, Schneller, Weiter verfährt, lernt man, Künstler die einen anderen Weg einschlagen besonders zu schätzen: Künstler, die der Schnelllebigkeit der medialen Welt ganz bewusst die Zeitlosigkeit ihrer Musik entgegensetzen, denen es um Resonanz und Qualität geht, die mit ihren Klängen berühren und Geschichten erzählen wollen. Das vorliegende Live-Album, das an zwei Abenden im Juli 2002 in der Berliner Kalkscheune aufgezeichnet wurde, fängt die Atmosphäre der Konzerte perfekt ein. Die ausgefeilte Akustik, das leidenschaftliche Spiel mit Stimmungen und Schwingungen, ziehen das Publikum bereits beim Intro, einem Streicher-Solo von Stephanie Lindner und Caerwen Martin, in den Bann und lassen es bis zum letzten Ton nicht mehr los. Erstaunlicherweise ist es der Gruppe gelungen, auf ihrer Live-CD nicht nur ihre Musik, sondern auch die außergewöhnliche Konzertatmosphäre festzuhalten - erstaunlich deshalb, weil gerade dieser emotionale Aspekt des Live-Erlebnisses vielen Konzertmitschnitten abhanden kommt. Doch "Live Girl" wird auch zu Hause ein Hörgenuss mit Langzeitwirkung und dem Wunsch nach einer Fortsetzung."



Sehr geehrter Herr G.,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung zum HK-680! Sie haben sich nichts eingebildet, denn Ihre Eindrücke decken sich mit vielen Rückmeldungen unserer Kunden. Eine Änderung des Klangcharakters nach einer Aufarbeitung zeigt sich immer, gleich bei welcher Herstellermarke. Man kann es vielleicht mit einer Glasscheibe vergleichen vor und nach dem Putzen. Leider sieht (hört) man dann auch die weniger schönen Formen/Farben (Klänge) deutlicher.

Grundsätzlich gilt für harman/kardon Geräte eine recht lange Warmlaufzeit. Dies ist normal. Eine halbe Stunde sollte man schon allen Geräten gönnen, besonders gilt dies für CD-Spieler, gleich welchen Herstellers.
Ihre Eindrücke bei weniger guten Aufnahmen zeigen das Dilemma vieler heutiger Musikproduktionen auf. Trotz (oder gerade wegen?) der immensen digitalen technischen Möglichkeiten nimmt die Zahl nachlässig produzierter Aufnahmen zu. Es gibt aber noch Firmen wie ECM, ACT, OPUS, Reference Recordings u.a., die durchgängig ein sehr hohes Klangniveau bieten.

Wir wünschen Ihnen viel Freude mit der Musik und Ihrer Anlage,
mit besten Grüßen,
Pierre Wittig



Sehr geehrter Herr Wittig,

gestern habe ich den harman/kardon Verstärker HK-680 bekommen und (nach Akklimatisierung) Probe gehört. Was soll ich sagen, die wirklich sehr deutlichen Klangunterschiede haben mich total überrascht. Damit hätte ich nicht gerechnet. Aus meinem alten etwas etwas tapsigen warmen und flauschigen aber kraftvollen Brummbär ist jetzt ein feingeistiger und beinahe schüchterner Buchhalter geworden. Nach einer erstaunlich langen Warmspielzeit von ca. einer halben Stunde verlor der Buchhalter seine Schüchternheit und zeigte eine bislang völlig ungewohnte Präzision und Auflösung.

Manche CD kam mir völlig neu und auch ein bisschen fremd vor. Insbesondere die weniger guten Aufnahmen klingen leider nun noch weniger gut. Die tonale Balance hat sich gefühlt leicht nach Mitte/oben verschoben, ohne dass der Bass fehlt, er ist nur wesentlich kontrollierter. Die Bühne ist nun schmaler, aber deutlich genauer in der Abbildung. Mit diesem wirklich eklatanten Charakterwandel muss ich erst einmal klarkommen. Entspricht dies auch Ihrer Erfahrung oder habe ich mir da nur etwas eingebildet? Die Frage ist ernst gemeint, man kann sich ja aufgrund der Erwartungshaltung gerne mal was einbilden.
Jedenfalls vielen Dank für Ihre offensichtlich wirksame Arbeit!

Mit freundlichen Grüßen, S.G.






30.04.2020

Verstärker Vergleichstest Kenwood KA-8006 vs. Nakamichi PA7EII

Sehr geehrte HiFI-Zeile,

Abb. 1: Unser Testaufbau...
wir, das sind Benjamin Heck von Vitru Akustik und Uwe Hemrich von ORBITER-audio, wollten einmal ergründen, wie sich ein echter Oldtimer der 70er Jahre gegen die Nakamichi-Hochleistungs-Kombi aus der Feder des legendären Nelson Pass schlägt. Beide Geräte wurden bei HiFi-ZEILE vollständig revidiert, sodass sie arbeiten wie neu. Für den Hörvergleich wurden die Pegel der Geräte mittels Messgerät auf 0,1 dB genau angeglichen. Wir wollen ja den Klang und nicht die Lautstärke vergleichen. Zum Vergleich wurde verschiedene Musik aus den Bereichen Jazz, Alternative, Elektro und Klassik gehört. Alles Platten, die wir immer wieder als Referenz zum Testen nehmen. Unsere Nakamichi-Kombi läuft hier schon lange als Referenz, so dass wir deren Vorzüge genau kennen: Pegelfest, laststabil, bassstark, natürliche Mitten, Hochton präzise aber nicht nervend.

Aber wie macht sich ein Kenwood Verstärker der gehobenen Mittelklasse aus den 70ern? Wir schalten mal schnell hin und her, mal hören wir länger mit dem einen oder dem anderen. Und das Ergebnis überrascht: Der Kenwood hat erstaunliche Qualitäten. Die Leistungsangabe von 2x75Watt scheint untertrieben. Lautstärkeregler auf Stufe 3 (von 10) ist eine gute Abhörlautstärke, bei der die Bässe schon körperlich spürbar sind. Der Kleine macht Druck wie ein Großer. Mitten natürlich, Höhen brillant.

Abb. 2: ...mit Vitru-Lausprechern
Das Gesamtklangbild der beiden Verstärker ist sehr ähnlich, der Bass kein bisschen schwächer. Aber Unterschiede gibt es schon, wenn man genau hinhört: Im Vergleich ist der Nakamichi souveräner, Stimmwiedergabe und Hochton irgendwie angenehmer. Man hat das Gefühl, dass man länger und entspannter hören kann. Wohlgemerkt: Die Unterschiede sind wesentlich geringer, als erwartet. Allen Respekt vor den Kenwood-Entwicklern (die zu der Zeit die Gleichen wie bei Accuphase waren.) Der Kenwood KA-8006 ist ein Klassiker, der nicht nur traumhaft aussieht, sondern auch so klingt! Dazu kommt die großartige Anfassqualität, ein sauberer innerer Aufbau und hervorragende Reparierbarkeit. Geplante Obsoleszenz hatten diese Ingenieure wohl noch nicht gelernt. Es hat Spaß gemacht. Und langsam kommt in mir so ein altbekanntes "Haben-Wollen-Gefühl" auf ...

Unsere verwendeten Komponenten:
    Abb. 3: Der heimliche Star des Tests
  • Vollverstärker Kenwood KA-8006, ca. 1975
  • Endstufe Nakamichi PA7EII, ca. 1990
  • Vorverstärker Nakamichi CA7E, ca. 1988
  • Laufwerk ORBITER TS
  • Tonarm Kuzma Stogi Ref.
  • Tonabnehmer: Hana SL
  • Lautsprecher: Vitru Akustik,
    Modell: Meracu Sodalis
  • Lautsprecherumschalter Dodocus
  • Quellenumschalter Dodocus

Mit lieben Grüßen,

Benjamin Heck (Vitru Akustik),
Uwe Hemrich (ORBITER-audio),
Bremen






09.01.2019

Classic Wood von Acoustic Solid

Sehr geehrter Herr Wittig, lieber Pierre.

Der neue Classic Wood von Acoustic Solid steht ja nun schon eine Woche bei uns zu Hause, und wir können nur sagen - wir sind begeistert!

Der Aufbau war - Dank eurer Voreinstellung - total unkompliziert. Die Abdeckhaube passt wie angegossen und sieht auch sehr gut aus.

Die "Wunder-Matte" von Dereneville ist wirklich ein kleines Wunder und jeden Cent wert - statische Aufladung gibt es de facto nicht mehr, toll!!

Wir haben in der letzten Woche jeden Abend wohl rund 3-4 Stunden LP gehört und es macht einfach richtig Spaß!!!

Wir wünschen Ihnen/Dir und dem Hifi-Zeile-Team ein besinnliches Weihnachten und einen guten Start ins Neue Jahr 2019!!!!

Mit lieben Grüßen,

Frank und Svenda H.
Deutschland
Abb. 1: Classic Wood von Acoustic Solid
Abb. 2: Classic Wood von Acoustic Solid
Abb. 3: Classic Wood von Acoustic Solid






08.12.2018

Verstärker harman/kardon PM-655 - "einfach irre"

Guten Tag Herr Wittig,
Guten Tag Herr Müller,

Ein großes Lob für Ihre hervorragende Arbeit, die sehr gute Kommunikation und die Fähigkeit, auch Sonderwünsche umzusetzen. Klasse! Die Rechnung habe ich soeben zufrieden bezahlt.

Abb. 1: Endlich, es ist soweit,
alles angeschlossen
Der harman/kardon PM-655 kam hier heiß ersehnt gestern Vormittag an. In einer Verpackung, die Ihresgleichen lange suchen müsste. Also ein Erdbeben hätte der Amp in dieser Umpackung auch überstanden. Irre, aber für den noch schwereren PM-665er eine gute Wahl.

Gestern Abend kam ich dann endlich dazu, ihn auszupacken, aufzuschrauben und eine noch unversehrte Haube eines zwischenzeitlich erstandenen defekten PM-655 anzuschrauben. Nun ist er gänzlich perfekt. Natürlich diente das auch dem Zwecke der Begutachtung Ihrer hervorragenden Arbeit. Innen wie neu, alles sauber verlegt und das geniale kleine Netzteil für mein Motorpoti. Das ist ja ein Komfort, und das bei so einem alten Gerät! Ich bin begeistert von Ihrer Arbeit.

Am Telefon, als Sie Herr Wittig mir von der Lösung erzählten und ich noch die guten Terminals haben wollte, verstand ich den Namen von Herrn Müller. Dieser hat sich auch auf dem HiFi-Zeile Aufkleber verewigt. Das ist schön, so wird dies auch bei beispielsweise AMG gemacht. Super.

Ohne wenn und aber wurde das fertige Gerät bei Ihnen in der doch stressigen Vorweihnachtszeit 2018 nochmals in die Werkstatt genommen und die Klemmen ebenfalls für mich verbaut. Und das wie alles andere in Perfektion. Vielen Dank Herr Müller, vielen Dank Herr Wittig. Ich werde nach Weihnachten nun meinen nächsten harman/kardon zu Ihnen schicken.

Abb. 2: Das gute Stück ist wieder am Platz... :-)
Nun ging es endlich ans Anschließen. Bei der Inbetriebnahme wurde erst einmal Loreena McKennitt gehört, von Schallplatte. Wahnsinn, ich hatte den PM-665 vorher noch unrevidiert in Betrieb, und das ist wahrlich ein Unterschied, obwohl der PM-655er ja "nur" die Option I bekam. Und dennoch: Auch bei moderner Musik schieben meine nubox 683 Basswellen durch den Raum, einfach irre. Das ist wirklich eine sehr gute Investition gewesen. Ich bin rundum zufrieden, nun wieder viele Jahre mit einem tollen Amp vor mir zu haben.

Wenn Sie möchten dürfen Sie den Text oder Teile davon veröffentlichen, dafür haben Sie meine ausdrückliche Erlaubnis. Eines Tages schaue ich mal bei euch persönlich vorbei, wenn sich die Zeit findet.

Sooo - und nun wird noch etwas Musik gehört. Es macht wieder richtig Spaß :)

Beste Grüße aus Hechingen am Rande der schwäbischen Alb,
M. S.






02.04.2018

Tonbandmaschine Revox A77 - Dampfmaschine für die Ohren?

Liebes HiFi-Zeile Team,

endlich komme ich dazu, meine begeisterte Danksagung über meine revidierte Revox A77 angemessen zu Papier zu bringen. Vorab, das Gerät fühlt sich an wie neu, Kompliment.

Das Gerät wurde übergeben mit einer Dokumentation der Arbeiten und einem gewichtigen Beutel der ausgetauschten Teile, Elektronikbauteile und Kugellager. Das alles macht einen vertrauenswürdigen und guten Eindruck.

Ich muss zugeben, meine Motivation diese legendäre Bandmaschine revidieren zu lassen entsprang anfänglich eher einer allgemeinen Unlust ein gutes Gerät einfach zu entsorgen.

Dann kam eine Spur "Trotz" gegen den allgemeinen Digitalisierungswahn dazu. Auch die Lust an einer bewährten und inzwischen fast historischen Maschine zu hantieren spielte eine Rolle - vielleicht ähnlich dem Interesse an einer Dampfmaschine, an der sich wirklich etwas bewegt, wo es zischt und man das Sicherheitsventil bedienen kann ... ;-)

Aber - nach den ersten Stunden Betrieb und Hören bin ich nun rundherum hemmungslos begeistert, und das aus mehreren Gründen:

Hören:
Der Klang ist schlicht fantastisch. Im Betrieb mit der Bandgeschwindigkeit 19 cm/sec (2-Spur) konnte ich selbst mit Mühe und Hin- und Herschalten von Quelle zu Hinterbandkontrolle keinerlei Verschlechterung gegenüber der Quelle erkennen. Im Gegenteil - bei einer CD als digitale Quelle ergab sich - logisch oder nicht - tatsächlich das Gefühl einer Verbesserung! Es scheint bei dieser Art von "Analogisierung" mehr "Fleisch" am Sound zu entstehen, mehr Druck und ein abgerundeteres Gesamtbild. Kurios. Die Techniker erklären mir, dass u.a. die Kanaltrennung nicht so scharf wäre wie bei der digitalen Quelle. Vielleicht führen auch einfach "Sehen" und "Fühlen" zum veränderten Eindruck? Nun ja, man sagt ja auch die Gesamtheit sei immer mehr als die Summe seiner Teile.

Sehen:
Es ist ein köstliches Vergnügen, den drehenden mächtigen Metallspulen beim Abspielen der Lieblingsmusik zuzusehen. Es entfaltet sich eine konzentrierte und fast meditative Atmosphäre die das Musikerlebnis intensiviert. In der Dämmerung kommt wirkungsvoll das warme Licht der Betriebsleuchten - ein Hoch auf klassische Glühlämpchen - dazu. Einfach schön.

Fühlen:
Vielleicht war das Hantieren mit den großen Spulen, das manchmal fummelige Einlegen und Einfädeln des Tonbandes früher lästig? Nach dem dritten Glas Rotwein vieleicht sogar nervig? Ich weiß es nicht. Heute ist es auf jeden Fall ein echtes Ritual zum Abschalten vom Alltag und als Vorbereitung auf den kommenden Musikgenuss sehr willkommen. Und dann die Bedienelemente. Solide Knebel- und Drehschalter sowie satt und kraftvoll klackende Relaisschalter erinnern an den Wert der haptischen Wahrnehmung. Man erkennt schlagartig dass der Mensch wohl doch eher ein analoges Wesen ist ...

Nebenbei, Kinder sind fasziniert von der Show und der Magie, die sich im Betrieb so einer Bandmaschine entfaltet.

Kosten:
Lohnt es sich darüber zu reden? Die beschriebene A77 hat 1978 laut Originalquittung 1.448,- D-Mark gekostet. Sie macht nach der Revision nun den Eindruck als wäre sie fit für die nächsten 40 Jahre zuverlässigen Betriebes. ;-) Wie soll man das bewerten, wo digitale Gadgets heute i.d.R. nach spätestens 5 Jahren irreparabler elektronischer Sondermüll sind?

Die ganze Aktion sei jedenfalls zur Nachahmung empfohlen.

Herzlichen Dank an die HiFi-Zeile, weiter viel Erfolg bei der Rettung audiophiler Leckerbissen und

freundliche Grüße aus Bremen,
Helmut Zinter (MOXU communication)


Abb. 1: Revox A77 - das Original.
Auch wenn die B77 beliebter war.
Abb. 2: Wiegt mehr und sieht besser aus als ein MP3-Player :-)
Abb. 3: Stimmungsvolle Festbeleuchtung ganz ohne LEDs
Abb. 4: Alte "Innereien" gibt es im Beutel dazu - überzeugend.
Abb. 5: Früher ganz normal - Schaltplan bei der Betriebsanleitung für Reparaturen






15.09.2017

Ein Lob: Riemen für Braun CD2

Hallo Herr Wittig, hallo Hifi-ZEILE Team,

vor einigen Tagen habe ich bei Ihnen über ebay einen Satz Riemen für meinen Braun CD2 bestellt. Alles lief bestens. Aber ein Extra-Lob muss ich noch loswerden.

Die mitgelieferte Reparaturanleitung war so präzise beschrieben, dass nichts schief gehen konnte. Wie angekündigt waren 2 der Schrauben etwas fester angezogen, ließen sich aber mit Geduld und etwas Feingefühl doch lösen. Deckel auf und staunen über das aufgeräumte Innenleben. Alles von Ihnen beschriebene war an seinem Platz.

Ich habe die ganze Angelegenheit fotografiert, um sicher zu gehen, dass ich den Weg zurück auch wirklich finde. Kein Problem. Der alte Riemen ließ sich mit meiner angewinkelten Pinzette vom Zahnarzt problemlos wechseln. Er war deutlich(!) ausgeleiert und etwas ausgehärtet.

Die Schublade läuft nun wieder wie von alleine. Feiner Klang. Geht sicher nach einer Revision bei einem HiFi-Experten meines Vertrauens noch ein bisschen besser ;-)

Ich habe Ihnen ein paar der Fotos mitgeschickt. Wenn Sie möchten, gerne zur weiteren Verwendung. Man beachte den Größenunterschied alt/neu auf Abb.3 - das hatte mich doch erstaunt.

Vielen Dank, und vielleicht hören und/oder sehen wir uns nochmal wieder.

Schöne Grüße,
H.M.



Abb. 1: Braun CD2
mit aufgeräumtem Innenleben
Abb. 2: Slidermotor und Riemen
Abb. 3: Detaillierte Anleitung und
die Riemen alt/neu im Vergleich





15.05.2014


Sony Revision TA-E86 / TA-N86

Hallo Herr Wittig,

ich habe Sie nicht vergessen, hier also eine kleine Story über meine SONYs und über Ihre Arbeit. Ich schreibe etwas ausführlicher, falls Sie die Geschichte auf der Webseite veröffentlichen wollen. Natürlich können Sie sie auch sinnvoll kürzen oder ergänzen. Sie haben dafür mein ausdrückliches Einverständnis.

Die Geschichte begann im Jahr 1995 ...


(Herr F.F. schickte uns diesen Bericht über seine Erlebnisse mit der Sony Vorverstärker/Verstärker Kombination. Es ist eine so spannende, liebevolle und detailreiche Schilderung, dass wir sie Ihnen gerne in voller Länge empfehlen möchten. Sie lesen oder drucken Sie am bequemsten als PDF - viel Vergnügen!)

  Sony-Kombi TA-E86 / TA-N86.pdf







28.06.2013

Besuch aus Grönland - "Schmuck für Männer"

Besuch aus Grönland...
HiFi einmal anders - anstatt der Frage "Wie klingt es denn" treffen wir mit Herrn Wittig einen leidenschaftlichen HiFi-Experten, der sich fragt "Kann ich es gut reparieren?". Mein Freund und ich, mit dem ich an einem Freitag Mittag Ende Juni 2013 in der HiFi-Zeile vorbeischaue, kommen gemeinsam auf 54 Jahre HiFi Diskussion. Es war die Zeit der dritten Generation von CD-Playern mit steigender Oversampling Zahl und dem Dolby C Knopf am Cassettenrecorder, zu der wir unsere Leidenschaft an aus Fernost geformten Maschinen entwickelten. Da war die Möglichkeit, nun ein Wiedersehen mit Geräten aus dieser Zeit haben zu können, verlockend.

Und der Eintritt in die Räumlichkeiten der HiFi-Zeile offenbarte denn auch einige alte Bekannte, aber auch eine ganze Menge noch unentdeckter Schätzchen aus der Hochzeit der HiFi Tage. Die große Anzahl an Revox Maschinen rief Erinnerungen an die Kommandozentrale aus StarTrek wach, die letzte Generation von Braun Geräten ließ die Inspiration für schlichtes Design an heutigen i-Produkten aus Kalifornien nachvollziehbar werden. Ein Technics Tonbandgerät (RS-1500) mit aufwändiger Bandführung entzückte ebenso wie ein Thorens (TD-226) mit zwei Armen. Ein wenig feierlich wurde es beim Anblick des ersten Accuphase (E-202) Verstärkers; zugleich lieferte er den Beweis, dass man auch in diesem Traditionshause silbern angefangen hat.

... und ein Objekt der Begierde
Mein ganz persönliches Anliegen jedoch war die Begegnung mit ein paar Luxman Verstärkern (L-560), bin ich doch seit zwei Jahren stolzer Besitzer eines Lux. Class A Vollverstärkers der scheinbar aus Ruinen wiederauferstandenen Firma. Und Herr Wittig kann gleich mit einer Reihe von Schwergewichten aus dem Hause Luxman aufwarten, darunter der L-560. Der champagnerfarbene Eingangswahlschalter ragt auf schon unverschämte Art weit aus dem silberfarbenen Gehäuse hervor, das Ganze eingerahmt in wunderbare Holzwangen. Es dauerte nicht lange, bis sich der Gedanke an einen tip top überholten Verstärker aus den frühen 80er Jahren zusammen mit einer Tonbandmaschine breitmacht.

Luxman, Accuphase, Braun, Marantz, harman/kardon, Revox und viele andere - am Ende unseres Besuches posaune ich zu meiner eigenen Überraschung heraus "Wenn ich mich jetzt für ein Gerät entscheiden müsste, ich würde die C32 von McIntosh mitnehmen!". Herr Wittig antwortet darauf mit einem Schmunzeln und schüttelt den Kopf. Dieses "Schmuckstück für Männer" ist nämlich bereits vergeben - und zwar an den Besitzer dieses wunderbar anderen HiFi Hauses höchstpersönlich!

Wir verlassen Worpswede mit einer Menge Gesprächsstoff und der Erkenntnis, dass es Orte wie dieser bedarf, um auch unsere nächsten 54 gemeinsam zu zählenden HiFi Jahre spannend zu gestalten.

Nils Baum (Grönland)





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